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1909-2009
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Germania
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jung geblieben, so jung wie seine 7 Gründer am 8.August 1909 in der
Gastwirtschaft Rehberg an der Tränke. Sie waren nicht einmal 18 und
brauchten deshalb einen ihrer Väter, damit die Vereinsgründung wirksam
wurde. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Vor dem 1. Weltkrieg
Rasch wuchs die
Zahl der Mitglieder. Auf dem Gelände des ehemaligen Exerzierplatzes und
späteren amerikanischen Hubschrauberlandeplatzes bei Sickels lag das
erste Sportgelände, auf das Torpfosten, Eck- und Seitenfähnchen aus der
Stadt mitgebracht wurden und eine Schnur die Querlatte ersetzte. Die
Fußbälle bezog man aus Berlin, in Fulda gab es noch keine. 1910 traten
die Germanen dem Westdeutschen Spielverband bei und errangen dreimal
hintereinander den Gruppensieg in der B-Klasse, einen Aufstieg gab es
damals noch nicht. Vom Sickelser Exerzierplatz wurde das Spielgelände
auf die Klosterwiese bei Neuenberg, dem heutigen Bonifatiushausareal,
verlegt. Kurz nach Beginn der Spielrunde im Sommer 1914 brach der 1.
Weltkrieg aus. Die meisten Mitglieder wurden zum Kriegsdienst
einberufen und der Spielbetrieb bis zum Kriegsende eingestellt.
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. | Nachkriegs-
und Inflationszeit
Mit einer
Wiedersehensfeier im Februar 1919 trat Germania wieder an die
Öffentlichkeit. Gespielt wurde jetzt auf dem Sportplatz Bleiche,- dort
wo heute die Aueweiher sind-, in der A-Klasse des Westdeutschen
Spielverbandes. Überschwemmungen machten den Platz oft unbespielbar.
Deshalb wurde 1920 ein neuer Sportplatz gebaut: der "alte" Waldheim bei
Neuenberg, auf dem späteren Gartenschaugelände. Dieser wurde mit einem
Spiel gegen den deutschen Meister 1.FC Nürnberg eingeweiht. Der VfR und
Helvetia schlossen sich Germania an. |
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| 1926 wurde der Sportplatz Waldheim bei Neuenberg überschwemmt und zerstört. Germania ging erneut an den Sportplatzbau. Neben der Johannisau entstand der "neue" Waldheim, dort wo heute das Stadion der Stadt Fulda steht. Er wurde 1927 eingeweiht, 1928 verbessert und 1929 mit einer Tribüne versehen. In den zwanziger und dreißiger Jahren gab es auch bemerkenswerte Freundschaftsspiele u.a. gegen 1.FC Nürnberg, VfR Fürth, Wacker 01 Gotha und Wycombe Wanderers aus England. Man wurde auch von Trainern aus Ungarn und England trainiert. Im Jahre 1934 stieg man in die Gauliga, der damals höchsten Spielklasse, auf und spielte dort vier Jahre. Dort belegte man die Plätze 5 , 4 , 7 und 9 welches den Abstieg aus der Gauliga bedeutete. In der "Ewigen Tabelle des deutschen Fussballs (1933-2007) belegt der "Fuldaer SV Germania" damit den 258 Rang mit 69 Punkten und 108-136 Toren bei 72 Spielen. In der Saison 1935 erreichte man im erstmals ausgetragenen Tschammer-Pokal (damaliger DFB Pokal an dem 4100 Mannschaften teilnahmen) die erste Schlussrunde (letzen 64), wo man am Sonntag den 01.09.1935 dem heutigen Zweitligisten SpVgg Fürth und damaligen Gaumeister in Fulda vor 2500 Zuschauern begrüssen durfte. Hier unterlag man klar mit 1:5 (0:4) Das Tor für Germania schoß Janda (87)mit einer direkt verwandelten Ecke. Die nationalsozialistischen Machthaber machten dem Verein das Leben schwer. So kandidierte 1937 ein SA-Sturmführer als Vorsitzender, gewählt wurde jedoch ein bewährtes Germanenmitglied.
Einer der großen Germanenspieler "Paul Weigand" wurde 1936 von allen Jugendlichen im Deutschen Reich gesammelt. |
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| Der 2.Weltkrieg forderte seinen Tribut durch viele Einberufungen und 1940 wegen Spielermangel zurückgezogen werden. Bis 1943 vertraten noch eine Jugend- und eine Schülermannschaft die Farben des Vereins. Die Jugendlichen hielten mit einer kleinen Germanenzeitung Verbindung zu den Senioren an der Front. Sie waren weitgehend auf sich gestellt, nur zwei treue alte Germanen standen ihnen bei. Es kam noch schlimmer: das Gelände des Sportplatzes Waldheim ging ohne Wissen des Vereins an einen neuen Eigentümer über, der den jungen Germanen die Benutzung verbot. Am 12.09.1944 schließlich wurde der gesamte Sportplatz mit Tribüne und kleiner Gaststätte durch einen Luftangriff zerstört, nur das Umkleidehäuschen blieb übrig. |
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| Neubeginn war am 13.10.1945 mit der Neugründung. Der Versuch, den zerstörten Waldheim zu pachten, schlug fehl. Da auch kein anderer Standort zu finden war, wurde der Sportplatz Bleiche, - heute oberer Aueweiher-, und das Häuschen dort,- heute Heim des Schiffmodellclubs-, zum Umkleiden hergerichtet. Aber auch hier wieder die Überschwemmungen – unbespielbar. Germania benutzte die Johannisau mit. In der ersten Verbandsrunde 1946 erreichte man in der Nordhessenliga einen guten Mittelplatz, ebenso 1947/48 in der Landesliga Gruppe 3. In einem Freundschaftsspiel besiegte man die Oberligaelf Schwaben Augsburg 3:1. 1949 wurde das 40jährige Stiftungsfest mit dem Noll-Enders-Gedächtnispokal, einem Gastspiel des damaligen süddeutschen Meisters Kickers Offenbach gegen eine Bezirksauswahl und einem Festball im alten Kolpinghaus gefeiert. In der damaligen Bezirksklasse endete zwar die Saison mit Tabellenplatz 2, aber der Aufstieg in die 1.Hessische Amateurliga über einen Bezirkspokalsieg und einem 3:0 gegen SG Höchst in Mühlheim geschafft. Dies wurde mit einem Fackelzug durch Fulda gefeiert. Nur ein Jahr dauerte das Gastspiel: 1952 Abstieg, aber danach Meister der 2. Amateurliga. Der erneute Aufstieg wurde in einem Entscheidungsspiel in Friedberg verpasst, aber die Stadtmeisterschaft errungen. Danach zweimal, nämlich 1953-1955 , Rang 2 der Bezirksklasse, bis es 1956 endlich zur Meisterschaft reichte. Die anschließende Aufstiegsrunde war ein Fußballkrimi, der mit einem in der Verlängerung verlorenen Entscheidungsspiel gegen Germania Marburg in Lauterbach endete. 1000 Germanenanhänger, größtenteils mit einem Sonderzug angereist, waren dabei. In den nächsten 2 Spielserien reichte es nur zu Rang 4. Zum 50jährigen Jubiläum wurde die Meisterschaft nur knapp verfehlt und der Sportplatz Gallasiniring wurde neue Heimat der Germanen. Dieses Ereignis wurde mit einem Spiel gegen das Profiteam vom FC Hanau 93 gefeiert. Dort erreichte man ein respektables 2:6. Zeitungsberichte vom 50 Jubiläum Zwei Jahre später gründete man zudem eine Tischtennisabteilung, die auch heute noch Bestand hat. 1972 stieg Germania aus der Bezirksklasse ab. Nach einem 5.Platz in der nächsten Serie wurde 1974 der Wiederaufstieg gefeiert. Germania stand wieder oben in der Bezirksklasse: 1975 auf Platz 2 und 1976, - als Borussia nach zweimaligem Abstieg Meister wurde -, auf Platz 3. Auch 1977 langte es nicht: im entscheidenden Spiel schoß ein vom Hessischen Spielverband zu Unrecht spielberechtigt erklärter Fliedener Spieler, das einzige Tor für Flieden... Auch Folgejahre sahen Germania in der Spitzengruppe bis 1982 der Abstieg in die A-Klasse folgte. Ein düsteres Kapitel in der Vereinsgeschichte war der Boykott der fast gesamten ersten Mannschaft im November 1983, aber die "alte Garde" sorgte dafür, daß der Spielbetrieb fortgesetzt und der Abstieg vermieden wurde. 1989 war nicht nur das Jahr der deutschen Einheit, sondern auch das Jahr, in dem unser Vereinshaus erbaut wurde. Mit einem überragenden Anteil an Eigenleistungen entstand die Germanenklause. Sie ist heute Mittelpunkt des Vereinslebens.
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1989 wurde Germania Meister der Bezirksklasse und schaffte den Sprung in die Landesliga Nord. Dort spielte man 12 Jahre. Mehrmals wurde von der Meisterschaft geträumt aber es blieb ein Traum. So gab es die Plätze 11, 5, 2, 4 und 4 in den folgenden Spielserien. 1995 war es wieder der 5. und 1996 der 3. Tabellenplatz. Zum Ende der Saison 1996/97 gab es Turbulenzen, Platz 14 bedeutete die Relegation.. Diese wurde aber mit 3 Siegen gegen Weidenhausen, Steinbach und Wabern problemlos gemeistert. In der Jahren 97/98/99 gab es mit Platz 5 und 10 keine Probleme. In der darauf foldgenden Saison 1999/2000 mußte man wieder die Hürde Relegation nehmen um den Klassenerhalt in der Landesliga Nord zu sichern. In der Saison 2000/2001 war der Abstieg nach 12 Jahren Landesliga nicht mehr zu vermeiden. Es bekann eine schwierige Zeit für den FSV Germania Fulda. Man war nicht mehr gewillt die hohen Spielergehälter zu zahlen. Daraufhin verließen fast alle Spieler den Verein. So konnte man weder in der Bezirksoberliga , noch ein Jahr später in der Bezirksliga überstehen. Auch in der Kreisliga A konnte man sich nur ein Jahr halten. Im Jahre 2005 war man wieder in der Kreisliga B angekommen. Man versuchte nun mit Spielern aus der eigenen Jugend einen Neuanfang und hofft bis zum 100 jährigen Jubiläum wieder in die Bezirksliga zurückzukehren. Der erste Schritt wurde in der Saison 2007/08 gemacht. Mit einer jungen Mannschaft konnte man den Aufstieg in die A-Liga erreichen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Vorsitzende seit Gründung des Vereines
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| ©H.Hoffmann |